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ARTISSIMI ATELIER
Artissimi Atelier bietet KünstlerInnen einen Rahmen, um ihre Welt und ihr Werk dem Publikum näherzubringen.
Hier finden Sie das neue Programm im PDF Format.
Seit der Gründung von Artissimi haben wir immer wieder KünstlerInnen in ihren Ateliers besuchen dürfen. Das Feedback war gewaltig, die Zeit zu knapp. Daher freuen wir uns besonders, dass Christl Bubik die Leitung dieser neuen Artissimi-Serie übernommen hat und wir endlich starten können! Christl Bubik liebt es, Menschen neue Welten zu eröffnen und einen Blick hinter das Offensichtliche zu werfen. Mehr über Christl erfahren Sie hier.

"Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder,
sondern macht sichtbar,"
Paul Klee
Kontakt: christl@artissimi.at
Foto: Christl Bubik und Elisabeth Wolf im Hotel Andaz Wien, Claudia Blake Photography

ARTISSIMI ATELIER EVA WAGNER: "EINE REISE HINTER DIE KULISSEN"
Eva Wagner ist eine Reisende zwischen den Welten: Reisen, vor allem nach Indien, sind eine wichtige Inspirationsquelle für die Künstlerin. Ihre Arbeiten fangen das Licht und die Stimmung eines Ortes, einer Begegnung oder einer Bewegung ein und vermischen diese mit ihren eigenen Eindrücken. Eva Wagners Blick ist auf die Zwischenzonen und Ausschnitte der Wirklichkeit gerichtet, die im Kontrast zu den dargestellten Szenen von Stille und Zeitlosigkeit geprägt sind. So entstehen Bilder voll Poesie und Schönheit, die, wie Momentaufnahmen, aus Raum und Zeit gehoben sind.
Eva Wagner wurde 1967 in Salzburg geboren. Sie studierte in Wien an der Hochschule für Angewandte Kunst sowie an der Akademie für Bildende Kunst bei Markus Prachensky und Arnulf Rainer. Zahlreiche Auslandsaufenthalte führten sie nach Marokko, Senegal und Indien. Von 1994-2009 lehrte sie an der Universität für angewandte Kunst in Wien. 2005 erhielt Eva Wagner den Anton-Faistauer-Preis, eine der renommiertesten Auszeichnungen, die in Österreich an KünstlerInnen unter 40 Jahren vergeben werden.
Eva Wagner lebt und arbeitet hauptsächlich in Wien. Ihr Werk ist in vielen Sammlungen vertreten. Ihre Bilder wurden die letzten 20 Jahre in namhaften österreichischen Museen gezeigt (Sammlung Essl, Museum Liaunig, Museum Angerlehner, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum) und waren auch in zahlreichen Auslandsausstellungen (Deutschland, Italien, Slovenien, Frankreich, Ungarn, Hongkong) zu sehen.
Eva Wagner öffnet ihr Atelier für uns und lädt uns auf eine Reise hinter die Kulissen der modernen Welt ein. Wir bekommen einen Einblick darin, welche Inspirationen sie auf ihren Reisen erhält, wie ihre visuellen Universen entstehen und wie sie selbst ihre Dokumentation der Wirklichkeit versteht. Und natürlich dürfen wir ihr viele Fragen stellen! Eva Wagner Instagram
 www.evawagner.at
Foto: Gemälde (Ausschnitt) von Eva Wagner
 
Die, 11. Jan. 2022
ab 18:30 Uhr
(de)
Preis:  € 49.00
Studenten:  € 39.00
Kinder ab 12: auf Anfrage
max Teilnehmer: 15
 
Treffpunkt: 18.30 Uhr im Atelier Eva Wagner, Kleine Neugasse 9/1, 1050 Wien
Ende: Ca. 21.30 Uhr
Inklusive: Atelierbesuch, Künstlergespräch, wenn nötig Head Set und kleinem Imbiss.
Social Point: Im Künstleratelier
ausgebucht

ARTISSIMI ATELIER KAREN HOLLÄNDER UND MARTIN SCHNUR: "EINE WELT IM SPIEGEL"
Eine Welt im Spiegel – dies ist die Welt von Martin Schnur, in die wir mit staunenden Augen schauen. Martin Schnur baut magische Universen, indem er unterschiedliche Realitätsebenen durch Spiegelungen, Farbflächen und Lichträume verbindet, in denen seine Modelle posieren. Seine Motive entnimmt er der Natur, den Medien und der Fotografie. Er baut diese wie eine Collage zusammen, in der alles gleichzeitig geschieht: drinnen und draußen, Tag und Nacht, Schein und Sein. Seine Bilder erzählen keine Geschichten, sondern erzeugen vielmehr eine Stimmung, die es dem Betrachter erlaubt, seine eigene Geschichte für die dargestellten Figuren und Landschaften zu erträumen.
Martin Schnur ist einer der bekanntesten figurativen Maler der jüngeren Generation. Er wurde 1964 in Vorau in der Steiermark geboren, besuchte die Kunstgewerbeschule in Graz und studierte Bildhauerei bei Joannis Avramidis an der Akademie der bildenden Künste. Martin Schnur ist international in Galerien und Privatsammlungen präsent. In Österreich wurden seine Werke in Einzel- und Gruppenausstellungen im Essl Museum, dem Kunstmuseum Lentos in Linz sowie im Museum der Moderne in Salzburg gezeigt. www.martinschnur.com
Karen Holländers Bilder tragen Titel wie Sicherheit, Bewegung, Zeit, Lichtblicke. Karen Holländer beobachtet den Alltag und macht sich ein Bild unserer Welt. Sie lässt den Betrachter an ihrer Art des Nachdenkens und ihrer Wahrnehmung des Alltäglichen teilhaben. Oft ist sie auch selbst ihr eigenes Modell, um den Blick der Frau auf sich zu richten und sich ein Bild von sich selbst zu machen. Gleichzeitig lädt sie uns ein, uns selbst und die Bedeutung, die wir unterschiedlichen Aspekten unseres Lebens geben, zu hinterfragen. 
Karen Holländer ist nicht nur erfolgreiche Malerin, sondern auch erfolgreiche Autorin und Illustratorin von Kinder- und Jugendbüchern, die Kinder und Erwachsene mit ihren liebevoll-schrägen Ideen begeistert. 1964 in Tübingen geboren, studierte Karen Holländer Graphik in Paris und Wien. Als Illustratorin hat sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten, unter anderem die für das schönste Buch Österreichs. www.karenhollaender.com
Martin Schnur und Karen Holländer lassen uns einen exklusiven Blick in ihre Ateliers werfen. Sie werden uns unter anderem erzählen, wie sie es als Ehepaar schaffen, jeder für sich den eigenen erfolgreichen Weg als Künstler/In zu gehen, ob und wie sie sich gegenseitig inspirieren und wie ihre künstlerischen Ideen entstehen.
Foto: Gemälde von Martin Schnur
 
 
Die, 25. Jan. 2022
ab 18:30 Uhr
(de)
Preis:  € 49.00
Studenten:  € 39.00
Kinder ab 12: auf Anfrage
max Teilnehmer: 15
 
Treffpunkt: 18.30 Uhr im Atelier Martin Schnur und Karen Holländer, Münzwardeingasse 2a, 1060 Wien.
Ende: Ca. 21.30 Uhr
Inklusive: Atelierbesuch, Künstlergespräch, wenn nötig Head Set und kleinem Imbiss.
Social Point: Im Künstleratelier.

COLOR DRUG PAINTINGS: MONIKA KUS-PICCO
"Kunst vermag die Menschen in ihre eigene Seelenlandschaft zu führen"
Monika Kus-Picco hat eine einzigartige Technik entwickelt, aus abgelaufenen Medikamenten und medizinischen Flüssigkeiten ihre eigenen Farbpigmente zu entwickeln und diese auf ihren, meist großformatigen abstrakten Gemälden, zu verarbeiten. Dies verleiht ihren Bildern eine neuartige farbliche Intensität und eine besondere Schönheit und Sinnlichkeit, da durch ihre Technik alle fünf Sinne angesprochen werden und, so ihr Lehrer Hermann Nitsch, "die Farben der zerriebenen Medikamente aus der Tiefe ihrer Wirkungsbereiche leuchten."
Monika Kus-Picco öffnet uns ihr Atelier und gibt uns Einblicke, wie die Idee zu den Medikamentenbildern entstanden ist, welche gesellschaftlichen Themen sie durch den Einsatz bestimmter Medikamentenpigmente thematisiert und was das Konzept des "Recycling" mit ihrer Kunstauffassung zu tun hat. 
Monika Kus-Picco, geboren 1973 in Wien, lebt und arbeitet in Wien, Niederösterreich und Rio de Janeiro. Parallel zu einem Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien studierte sie bei Adolf Frohner an der Universität für angewandte Kunst, später bei Hermann Nitsch sowie an der Kunstakademie Düsseldorf bei Herbert Brandl. Sie hatte zahlreiche Einzelausstellungen und Beteiligungen, zuletzt bis April 2021 eine Einzelausstellung" Medikamentenbilder 2018-2020 im Museum Angerlehner.
www.kus-picco.at
Foto: Monika Kus-Picco vor einem ihrer Medizinbilder
 
Die, 22. Feb. 2022
ab 18:30 Uhr
(de)
Preis:  € 49.00
Studenten:  € 39.00
max Teilnehmer: 15
 
Treffpunkt: 18.30 Uhr im Atelier von Monika Kus-Picco, Anton-Krieger- Gasse 164/2, 1230 Wien
Ende: ca. 21.30 Uhr
Inklusive: Atelierbesuch, Künstlergespräch, wenn nötig Head Set und kleinem Imbiss.
Social Point: Im Künstleratelier.

EIN BLICK INS ATELIER: WIE GEHEN KÜNSTLER MIT DER CORONA ZEIT UM?
EVA WAGNER: "MIR IST BEWUSST GEWORDEN, IN WELCHEM LUXUS WIR LEBEN"
Artissimi Blog vom 20.11.2020 von Christl Bubik, Artissimi Atelier
Corona-bedingt wurden unsere Atelierbesuche auf Frühjahr 2021 verschoben.
Daher interviewte ich einzelne Künstlerinnen und Künstler, wie sie die letzten Monate erlebten und was ihnen für die Zukunft besonders wichtig ist.
Mein erster Besuch hat mich zu Künstlerin Eva Wagner geführt.
 
 "Mir ist bewusst geworden, in welchem Luxus wir leben."
 
Liebe Eva, wie hast Du die letzten Monate als Künstlerin erlebt?
Was sich geändert hat ist die Stimmung rundherum. Es war und ist noch immer eine traurige Stimmung. Ich bin am Abend einfach nicht zu Eröffnungen oder Veranstaltungen gegangen. Das störte mich jedoch nicht wirklich. Ich konnte dadurch eine ganz eigene Konzentration aufbauen. 
In Bezug auf meinen Arbeitsablauf hat sich für mich persönlich nicht sehr viel geändert. Es ist ja so, dass der Künstler per se allein in seinem Atelier ist und eine sehr einsame Arbeit hat. 

Wie hast du bisher die Zeit für dich genutzt?
Ich habe die Zeit dazu genutzt, mich zu organisieren und meine Zeit zu optimieren. Im Vergleich zu vielen anderen Menschen bin ich in einer privilegierten Situation. Mein Wohn- und Arbeitsraum ist sehr großzügig und ich habe einen Garten, in dem ich es mir gemütlich gemacht habe. Da ich mich immer wieder zurückziehe, war diese Zeit ohne Ablenkung für mich keine Bürde. Ich habe es genossen, viel zu Hause zu sein und mir den Platz, an dem ich mich aufhalte, so angenehm wie möglich zu gestalten. Dies haben sicher viele Leute so gemacht. Gleichzeitig versuchte ich, mich ohne Ablenkungen auf die Atelierarbeit zu konzentrieren.

Ist das Thema Corona für dich als Künstlerin relevant?
Das ist schwer zu sagen. Als Freiberuflerin arbeitest du einfach weiter, auch um dich zu beruhigen, damit es dir nicht den Boden unter den Füßen wegzieht. Vieles, was uns bewegt, geht ja unbewusst vor sich. Es kann durchaus sein, dass im Nachhinein etwas aufpoppt. 

Gibt es ein besonderes persönliches Erlebnis aus den letzten Monaten, das du mit uns teilen möchtest?
Persönlich habe ich die spezielle Zweisamkeit mit meinem Partner als sehr angenehm erlebt. Wir haben auch eine sehr schöne Österreichrundfahrt gemeinsam gemacht. Mir ist vor allem bewusst geworden, in welchem Luxus wir leben – dass wir alles machen können. Das schärft das Bewusstsein.
Als Freiberuflerin kann man sich die Arbeitszeit in den eigenen Räumlichkeiten selbst gut einteilen, das ist in diesen sonderbaren Monaten von Vorteil. Auch bin ich familiär unabhängig, und ich musste mich im ersten Lockdown nicht um kleine Kinder oder Homeschooling kümmern. Trotz sehr nachdenklicher Zeiten, versuchte ich mir immer meine Privilegien vor Augen zu führen und weiter zu machen.

Mit welchen Gefühlen siehst du den nächsten Monaten entgegen?
Für mich wird sich dieses Jahr sicherlich etwas ändern. Im Winter bin ich normalerweise ein paar Monate im Ausland. Das wird heuer flachfallen. Ich bin nicht traurig deswegen. Es wird einfach ein etwas anderer Winter. Man trifft sich nicht mehr auf Partys, sondern nur zu viert oder maximal zu sechst. Die Konversation wird dadurch anders, auch intensiver. Das empfinde ich als angenehm. 

Was wünschst Du dir von der Gesellschaft, insbesondere von kunstinteressierten Menschen im Umgang mit Corona?
Man weiß ja nicht, wie sich die Situation wirtschaftlich weiter auswirken wird. Wenn die allgemeine Stimmung eine schlechte ist, wird die Gruppe, die Zeit und Geld für Kunst hat, kleiner. Ich wünsche mir Interesse und Feuer. Das tollste ist, wenn jemand wirklich eine Begeisterung für die Kunst hat. Das freut mich am meisten!

Wir freuen uns auf den Atelierbesuch bei Eva Wagner im Frühling 2020 und danken für das Interview. Finden Sie hier den LINK ZUR WEBSITE. 
Foto: Eva Wagner in ihrem Atelier , Foto: David M. Peters



REVIEW: ATELIERBESUCH NIVES WIDAUER
Artissimi Salon bot vergangenen Dezember einen einmaligen Einblick eines sonst nicht zugänglichen Ateliers, die Begegnung mit der Künstlerin, Gespräche, geselliges Beisammensein sowie kleine Häppchen, Getränke und Weihnachtsbäckerei.

Selten hat mich ein Atelierbesuch einer Künstlerin so beeindruckt und eine Begegnung so inspiriert wie die mit Nives Widauer. Soeben erst übersiedelt erlaubte sie uns einen Besuch in ihrem neuen Atelier in Wien: die Stunden vergingen im Flug!
Nives Widauer, 1965 in Basel in der Schweiz geboren, studierte ursprünglich Videokunst. Später erweiterte sie ihre Arbeiten über andere Techniken wie auch Bildhauerei oder Malkunst und gilt als besonders vielseitig. Ihre Kunst wird weltweit gezeigt, z.B. im Kunsthaus Zürich, in New York oder Shanghai, sowie auch kürzlich in der Ausstellung "Kraft des Alters" im Unteren Belvedere in Wien.
Was sie inspiriert, woran sie arbeitet, wer sie beeinflusst oder was sie fasziniert waren Themen dieses Abends und selbstverständlich konnten wir viele ihrer Kunstwerke sehen... Gastgeber: Nives Widauer und Elisabeth Wolf
Video über Nives Widauer, ORF 17.11.17: VIDEO
http://www.widauer.net
Foto: Daniel Gebhart de Koekkoek

VERSCHOBEN: ARTISSIMI ATELIER RUDI STANZEL: "EINTAUCHEN INS UNIVERSUM"
"Eintauchen ins Universum" ist das Erste, was wir von ihm in seinem Atelier zu hören bekommen. Und dann sprechen wir über die "Schule des Sehens".
In der Tat: Als wir den Künstler im Atelier besuchten, tauchten wir ein in SEIN Universum des Sehens, in eine "Zauberwelt"! 
Rudi Stanzels Werke bestehen aus Hell-Dunkel Kontrasten, aus Schwarz und Weiß, aus horizontalen und vertikalen Linien, mit denen er die Welt beschreibt. Ihn interessieren die Plastizität von Farbe sowie Materialien und die Effekte, die durch Licht- und Schattenspiele entstehen. Die Kraft seiner Werke liegt in der Einfachheit, und diese wiederum schafft beim Betrachter Raum für die eigene Vorstellungskraft.

Rudi Stanzel wurde 1958 in Linz geboren. Sein Weg führte ihn von der Pantomimenschule Samy Molcho über Tanzunterricht bei Merce Cunningham in New York auf die Hochschule für Angewandte Kunst, Wien, wo er bei Prof. Peter Weibel studierte. Er verbrachte mehrere Arbeitsaufenthalte in den USA, Indien und China. Mit seinen installativen Arbeiten bespielte er bereits die Wiener Secession, die MAK Galerie oder das Belvedere ebenso wie internationale Galerien.
Nun öffnet uns der Künstler sein Atelier. Warum er sich für seine Ausdrucksweise entschieden hat, was ihn am Experimentieren mit unterschiedlichen Werkstoffen in Verbindung mit Schwarz und Weiß fasziniert oder warum er sich als Handwerker versteht – dies und vieles mehr wird er uns in einem exklusiven, privaten Rahmen erzählen. LINK BELVEDERE
Foto: Rudi Stanzel in seinem Atelier